Ein sicheres Passwort, eine Grundlage der IT-Sicherheit!

3 Schritte zum sicheren Passwort

Passwörter sind das tägliche Brot sicherer IT-Systeme. Sie sind ein notwendiges Übel, um persönliche oder geschäftskritische Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen. Dazu muss aber auch das Passwort selbst sicher sein. Doch wie genau sieht ein möglichst sicheres Passwort aus? Und wie überlegt man sich eines, das auch leicht zu merken ist?

In unserem Blog erfahren Sie, wie Sie sich ein sicheres Passwort ganz einfach erstellen und dabei auch noch Spaß haben.

Was genau ist eigentlich ein sicheres Passwort?

Die Wahrheit ist: Es gibt kein 100%ig sicheres Passwort! Denn theoretisch ist – abhängig von Rechenleistung und Zeitaufwand des Angreifers – jedes Passwort zu knacken.

Die Antwort ist: Ein sicheres Passwort ist ein Passwort, das es dem Angreifer durch Länge und Komplexität so schwer wie möglich macht! Dann rentiert sich der Zeit-Nutzen-Faktor für den Angreifer nicht mehr.

Hierzu empfiehlt es sich, ein möglichst langes Passwort mit Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen zu erstellen.

Aber wer soll sich diese Passwörter merken? Ja, schon klar: Am Ende kleben diese langen Passwörter auf einem Post-It notiert neben dem PC.

Das wäre natürlich kontraproduktiv. Deshalb erfahren Sie hier einige Tricks und Kniffe: So erstellen Sie ein laaanges Passwort nach allen Regeln der Kunst, das Sie sich auch merken.

1. Bauen Sie sich einen persönlichen Merksatz

Die einfachste Methode, um sich ein komplexes Kennwort zu merken, besteht darin, sich einen kompletten Satz vorzunehmen: Benutzen Sie jeweils die Anfangsbuchstaben der Worte für das Kennwort. Natürlich empfiehlt es sich hierbei auch die Groß- und Kleinschreibung zu beachten, um so bereits eine gewisse Varianz in das Kennwort zu bekommen.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen Maria Musterfrau vorstellen: Maria ist 26 Jahre jung, hat braune Haare, grüne Augen, ist 1,68m groß, hat Schuhgröße 40 und wohnt im 13. Bezirk in Wien.

Stellen wir uns jetzt kurz vor, Maria benötige ein neues Kennwort. Um eines zu erstellen, dass sie sich einfach merken kann, ist es von Vorteil unveränderliche Fakten in den Merksatz einzubauen.

Nehmen wir den Beispielsatz: „Ich habe braune Haare und grüne Augen“.

Sofern Maria sich also nicht in regelmäßigen Abständen die Haare färbt, sollte dieser Satz sehr einfach zu merken sein.

Wenn wir den Satz nun auf die Anfangsbuchstaben reduzieren, wird daraus das Kennwort: „IhbHugA“.

2. Fügen Sie Ihrem Merksatz Zahlen und Sonderzeichen hinzu

Die Sicherheit des Passwortes steigt mit jedem enthaltenen Zeichen potentiell an.

Nehmen wir also Sonderzeichen und Zahlen hinzu, machen wir es dem Angreifer um ein Vielfaches schwerer es zu knacken.

Über Frau Musterfrau sind uns ja schon einige Zahlen und Fakten bekannt.

Doch welche davon kann man sinnvoll in einem Passwort unterbringen? Wir interessieren uns jetzt vor allem für die Zahlen.

Gehen wir davon aus, dass sich Frau Mustermann mit 27 Jahren nicht mehr im Wachstum befindet, wären Schuhgröße und Köpergröße hier eine gute Ergänzung.

Postleitzahl und Alter hingegen können, bzw. werden sich noch ändern und sind daher weniger geeignet – das Geburtsjahr wiederum wäre natürlich eine gute Option.

In unserem Beispiel wäre ein möglicher Merksatz inkl. Zahlen und Sonderzeichen: “Ich habe braune Haare, grüne Augen und Schuhgröße 40.“, woraus sich das Kennwort: “IhbH,gAuS40.“ ergibt.

Je mehr Sonderzeichen und Zahlen Sie nach diesem System ihrem Satz hinzufügen können, desto besser ist Ihr Kennwort. Besonders Sonderzeichen, die nicht zum üblichen Satzbau gehören, heben hier die Sicherheit erheblich an.

Um unser Beispiel nicht zu komplex zu gestalten, belassen wir es hier jedoch dabei.

3. Ein anderes Kennwort für jeden Dienst – aber wie?

Um die Sicherheit noch weiter zu steigern, sollten Sie für jeden Zugang, für jeden Login und jeden Dienst ein anderes Kennwort nutzen.

Doch wie soll man sich diese ganzen Kennwörter nur merken?

Ganz einfach: Nehmen Sie den Namen, oder den Titel des Dienstes, bzw. Zugangs und hängen ihn an den Merksatz an!

Bleiben wir bei unserem Beispiel und stellen uns vor, Frau Mustermann ist dabei ein Konto bei linkedin.com zu erstellen.

Hierzu nimmt sie nun einfach das bereits bestehende Kennwort und hängt für LinkedIn das „in“ aus dem Logo des Netzwerkes an:“ IhbH,gAuhS40.in“.

Für XING könnte sie nun das selbe Kennwort mit anderer Endung nehmen:“ IhbH,gAuhS40.xing“.

Auf diese Weise können auch Sie, auf der Basis eines für Sie leicht zu merkenden Kennwortes, für jeden Dienst ein anderes Passwort haben.

Wir lieben IT-Security, die Spaß macht!

Wie Sie sehen, muss IT-Security nicht immer kompliziert und langweilig sein. Wenn Sie diese Tipps und Tricks bei der Erstellung Ihrer persönlichen Passwörter beachten, ist viel gewonnen. Wir stehen Ihnen bei den einfachen ebenso wie bei den komplexen Fragen zur IT-Sicherheit jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Viel Spaß bei der Erstellung sicherer Passwörter wünscht Ihnen Ihr GEKKO-Team!

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2018-03-20T00:48:59+00:0012.03.2018|IT-Security, Tipps & Ratgeber|

Über den Autor:

Jens Tersteegen
Jens Tersteegen verstärkt seit November 2016 das Team im Support & Helpdesk. In diesem Video erfahren Sie mehr über seine Aufgaben bei GEKKO und lernen ihn auch ein kleines bisschen privat kennen. Lehnen Sie sich zurück und erleben Sie einen unserer IT-Spezialisten!

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