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iOS 12: das große Softwareupdate ist bereits ab 17. September verfügbar

KeyNote iOS 12

Im Zuge der letzten Apple Keynote am 12. September wurde das finale Release Date genannt. Am 17. September ist es soweit, das neue iOS 12 für iPhone und iPad bzw. das watchOS 5 für die iWatch steht über den Apple Store zur Verfügung.

Wer sich für das iOS Beta-Programm kostenlos angemeldet hat kann sogar die Testversionen seit Juni ausprobieren. Zur Kompatibilität, das iOS 12 wird auf allen Geräten laufen die bereits iOS 11 unterstützen, schließt also das iPhone 5S noch mit ein.

Steigerung der Performance mit dem neuen iOS 12

Die aus unserer Sicht wichtigsten Neuerungen sind klar die Leistungsverbesserungen, vor allem für ältere iDevices. Als Beispiel wird das Öffnen der Kamera-App auf einem iPhone 6 Plus hergenommen, die Anwendung soll nun bis zu 70 Prozent schneller starten. Auch Tastatur und andere Apps sollen performanter laufen.

Dennoch muss man bei älteren Geräten damit rechnen, dass gewisse Funktionen hardware-bedingt einfach nicht unterstützt werden.

Starke neue Features im neuen iOS 12

Siri-Shortcuts:

Apples Sprachsteuerung kann ab iOS 12 eigene „Phrasen“ lernen.
In einer eigenen App namens „Kurzbefehle“ aka „Shortcuts“ können wir Siri Sprachbefehle sogar für Drittanbieter-Apps beibringen. Dadurch lassen sich unzählige Workflows und Automatisierungen ermöglichen.

Bildschirmzeit:

Die App „Bildschirmzeit“ bietet uns eine Nutzungsstatistik, also eine Art Einsicht in unsere App-Gewohnheiten, wie oft ich beispielsweise meinen Posteingang kontrolliert habe. Zusätzlich kann ich per „Time Check“ zeitliche Limitierungen festlegen, hilfreich für Kinder oder sich selbst, um vor lauter Apps nicht den Fokus zu verliere.

Live Kontrolle der Mitteilungen per Sofortanpassung:

Die Kontrolle dient zur Echtzeitsteuerung der Push Notifications einzelner Apps. So können die neuesten Mitteilungen instant stummgeschalten werden, auch ein komplettes Deaktivieren der Push-Mitteilung für den jeweiligen Service sind im Handumdrehen angepasst.

Für den besseren Überblick gesellt sich die gebündelte Anzeige der App Mitteilungen je nach Anwendung zur Kontrolle hinzu.

Augmented Reality:

Die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung macht auch vor Apple-Geräten keinen Halt. So unterstützt das iOS 12 mit seinem ARKit 2 Entwickler bei der Programmierung neuer AR Erlebnisse wie zum Beispiel das Ausmessen realer Objekte mit der Kamera deines iPhones. Diese Objekte können auch in Nachrichten und per Mail verschickt werden.

Fotosuche & „Für Dich“:

Ab iOS 12 wird es möglich sein, alle Aufnahmen entsprechend zu durchsuchen. Anhand von Orten, Zeitangaben oder Personen findet man schnell den gewünschten Schnapschuss.

Der neue Tab „Für dich“ meint zu Wissen welche Momente deine Besten waren, zeigt dir diese gleich beim Öffnen an und macht „intelligente“ Vorschläge mit wem du diese Bilder teilen solltest.

Überarbeiteter „Nicht Stören“ Modus:

Die Funktion lässt sich nun konkreter editieren, für einen bestimmten Standort oder auch nur ein einzelnes Meeting. Danach wird der „Nicht Stören“ Modus automatisch deaktiviert.

Neue Animojis & das Memoji:

Emoticons/Emojis gibt es ja bereits in gesteigerter Form, den Animojis. Das sind Emojis welche per Kamera die Mimik des Anwenders übernehmen und in dem neuen Animoji, sei es ein T-Rex oder ein Koala Bär, zum Ausdruck bringen.

Die Steigerung ist das personifizierte Animoji, das „Me“ Moji welches ausschließlich im iPhone X verfügbar ist.

Face Time:

Sessions mit bis zu 32 anderen Personen sind nach dem Update realisierbar. Der Fokus wird auf die sprechende Person gelegt, dessen Bild vergrößert wird.

Da in Face Time auch die neu gewonnen Animojis verwendet werden können, bin ich mir allerdings nie sicher ob ich mit einer Comicfigur oder einem realen Wesen kommuniziere.

Face Time ist und bleibt eine Spielerei anstatt eine seriöse Konferenzschaltung herzustellen. Wir gehen davon aus, dass dies nicht unbedingt Apples Ansatz war.

Noch vieles mehr:

Neben den angesprochenen Feature Updates gibt es eine neue gestaltete Aktien-App, Sprachmemos am iPad, eine Unterstützung für Navi-Apps von Drittanbietern oder auch die automatische Ausfüllhilfe bei OTPs (One Time Passwords) für die 2-Faktor-Authentifizierung.

Fazit

Die Erwartungen sind hoch, da ich selbst noch ein älteres iPhone 6S besitze, hoffe ich vor allem auf den versprochenen Performance-Schub für die eingangs erwähnten iDevices. Egal wie gut das Update umgesetzt wurde, eines ist sicher… In den nächsten Wochen wird den Apple-Fans der Gesprächsstoff kaum ausgehen.

2018-09-15T08:38:18+00:0015.09.2018|IT-Trends|

Über den Autor:

Philipp Schild
Philipp Schild ist begeisterter Rennrad-Fahrer und seit 2013 bei GEKKO. Als Sales-Mitarbeiter erstellt er individuelle Angebote, die typischer Weise aktuelle Hardware, passende Softwarelizenzen und Dienstleistungen unserer IT-Techniker umfassen. In diesem Video erzählt er von den abwechslungsreichen Tagen bei GEKKO und was ihm daran am besten gefällt.