iOS Fehltritte: Die 12 witzigsten Ausrutscher des iOS

Ausrutscher in der Geschichte des iOS

Wie bei anderen Herstellern hat sich auch Apple nicht nur mit Ruhm bekleckert. Updates mit eingebetteten Bugs oder sinnlosen Features sind keine Seltenheit.
Man kann es nicht allen recht machen aber manchmal fragt sich unser eins schon was Entwickler bei dem ein oder anderen Release im Hinterkopf hatten.
Dazu ein paar Anekdoten des Tech-Giganten aus Cupertino, Kalifornien.

iPhone 4 mit iOS 4

1. Kein Netz: Antennagate

Immer mehr User beklagten ein plötzliches Abnehmen der Empfangsbalken für das damalige GMS/UMTS Netz. Ein iOS-Update schaffte hier keine Abhilfe da die Anzeige lediglich mit einer größeren Verzögerung reagierte. An der eigentlichen „Fehlkonstruktion“ des Gehäuses in Verbindung mit den daran anliegenden Antennen änderte das nichts.

Antennagate

Der Signalverlust entstand durch ein bestimmtes Anfassen des iPhones, dem sogenannten Todesgriff, wodurch 2 getrennte Zonen (1. Zone: GPS, WLAN & Bluetooth – 2. Zone: GMS & UMTS) überbrückt wurden und den Empfang dadurch beeinflussten. Auch beim Vorgänger, dem 3GS und bei anderen Herstellern war dieses Problem zu der Zeit feststellbar nur nicht ganz so drastisch wie beim iPhone 4 (bis zu 25dB Signalverlust). Nach einigem hin und her reagierte Apple mit einer zeitbegrenzten und kostenfreien Zurverfügungstellung spezieller Hüllen welche das Problem beseitigten.

Zu einem Abbruch des Gesprächs wird es kaum geführt haben denn in den meisten Regionen war die Netzabdeckung ausreichend, dennoch ging die Abwicklung des Problems, dies zuerst mit einem iOS Update zu „vertuschen“ ordentlich in dies Hose.

iOS 5

2. Die (Un)usability von Fotostream

Jegliche Snapshots oder Fotos wurden sofern „Fotostream“ aktiviert war sofort auf alle anderen Apple-Geräte gepusht. Sobald es aktiviert war hieß es alles oder nichts! Denn man konnte weder auswählen welche der Fotos in den Stream geladen wurden, noch war es möglich einzelne Bilder zu entfernen. Nicht sonderlich praktisch! Erst nach 30 Tagen wurde dieses Foto dann automatisch aus dem Stream gelöscht oder man deaktivierte Fotostream gänzlich.

So werden alle Aufnahmen aus diesem Fotostream-Speicher gelöscht, für viele Benutzer eine KO-Kriterium, wer dies ohnehin über die in iOS 5 integrierte iCloud gesynct hatte war aus dem Schneider.

3. iOS Mail – Mark as unread

Bis zu iOS 5 war es gang und gäbe, dass man die gelesenen Mails mit nur einem Tap als ungelesen kennzeichnen konnte, von nun an waren 2 Taps nötig.
Zugegeben dafür konnte man mit dem ersten Tap ab sofort auch andere Funktionen neben der Markierung aufrufen (Antworten, Weiterleiten, etc.).

iOS 7

4. Bewegende Wallpapers per Default

Ein bewegendes Hintergrundbild kostete schwächere i-Devices viel Akku und Performance, war aber standardmäßig aktiv.
Für User die mit iOS-Einstellungen kaum vertraut waren eine mühsame Angelegenheit da die Usability durch längere Wartezeiten beim Starten, wechseln und vor allem auch beim Benutzen von Apps stark eingeschränkt wurde.

5. Control Center außer Kontrolle

Grundsätzlich war die Idee genial! Gewisse Funktionen wie das Ein/Ausschalten (WLAN, Bluetooth, Flugmodus, etc.) konnten mit einem Wisch von unten nach oben abgerufen werden.

Wenn aber nun eine App oder speziell ein Game diese Geste verwendete rief die Fingerbewegung unerwünschter Weise das Control Center auf, mit aktuelleren Versionen gehörte das Problem aber der Vergangenheit an.

6. Downloads der Mails, alles oder nichts

Vor iOS 7 konnte man sich entscheiden wie viele der letzten Mails aus einem Posteingang geladen werden sollten (50, 100, etc.).
Nun werden alle Mails aus dem verknüpften Postfach runtergeladen was erstens mehr Speicherplatz erfordert und bei vielen Mails in der Inbox schnell unübersichtlich wird.

iOS 8

7. Nicht schon wieder diese Autokorrektur

Automatische Vorschläge von potentiell benutzten Wörtern sind für manche User ganz nützlich. Sie können aber in Verbindung mit aktivierter Autokorrektur beim Versuch flüssig zu schreiben sehr lästig werden.

Diese Features (sowie automatische Groß/Kleinschreibung oder der Rechtschreibungsassistent) haben noch immer Bestand und können wie folgt deaktiviert werden: Einstellungen > Allgemein > Tastatur

Autokorrektur bei iOS 8 deaktivieren

8. Das U2 Album: Friss oder stirb

Apple hat das Album „Songs of Innocence“ von U2 im ersten Schritt für jeden iPhone/iPad User gratis in deren iTunes Account installiert, ob diese das wollten oder nicht. Die Promotion Aktion für die nächste große Welttournee handelte sich in der Öffentlichkeit viel Gespött ein.
Wie auch immer man zu U2 stehen mag, Apple dürfte wohl einer der größten Fans sein.

iOS 10

9. Mails löschen – aber bitte schön der Reihe nach

Nachdem man spätestens seit iOS 7 nicht mehr bestimmen konnte wie viele der letzten Mails aus dem Posteingang auch in der Apple Mail Inbox landen war es oft sinnvoll gleich alle Mails aus dieser Inbox zu löschen.

Gerade bei privaten POP3-Postfächern (z.B. GMX, Gmail, etc) die mit der Zeit immer mehr Werbe- bzw. Spammails enthalten, war das sehr praktisch! Diese Möglichkeit wurde uns dank iOS 10 komplett gestrichen – somit muss man wirklich jede einzelne Mail löschen bzw. in den Papierkorb wischen.

Wir haben einen Trick für euch – aber VORSICHT: Man sollte sich dessen bewusst sein, dass die Mails, wenn einmal gelöscht (bis eben auf POP3 Konten) nicht wiederhergestellt werden können. Also bitte stellen Sie vorher sicher, dass diese Mails nicht mehr benötigt werden.

A) Gehen Sie in den Posteingang und wählen Sie „Bearbeiten“:

Posteingang - Bearbeiten

B) Markieren Sie die erste Mail mit dem Häkchen, drücken und halten Sie dann unten die „Bewegen“ Taste (das ist wichtig sonst wird nur das einzelne Mail bewegt). Dann entmarkieren Sie die erste Mail wieder:

Bewegen

C) Nun kommt die Maske bei welcher Sie auswählen können, wohin die Mail bewegt werden soll, wird der Papierkorb gewählt, landen alle Mails (nicht nur das markierte/entmarkierte Mail) im Mülleimer.

In den Papierkorb bewegen

Zum Glück ist die „Alle Löschen“ Funktion weiterhin im Papierkorb vorhanden.

Papierkorb – alle löschen

10. Slide to Unlock

Diese Funktion die vermutlich jeder iPhone User benutzt hatte um den Bildschirm zu entsperren war plötzlich weg, wenn man nun von links nach rechts wischte kamen die iOS Widgets, die wie wir finden nur ein schwacher Trost für die gewohnte Unlock-Funktion sind.

iOS 11

11. W-Lan & Bluetooth über Control Center abschalten oder doch nicht?

User die das Control Center dazu aufrufen um die Wifi bzw. Bluetooth Verbindung zu deaktivieren werden plötzlich überrascht sein.

Es werden lediglich bestehende Verbindungen unterbrochen (bis zum nächsten Tag), der WLAN & Bluetooth Dienst laufen dennoch weiter und diese müssen Sie direkt in den Einstellungen abschalten. Das hatte in den vorigen Releases ja wunderbar geklappt und: Nein das ist kein Bug sondern ein Feature. Wer also seine Bluetooth Verbindung deaktivieren will um die letzten Prozent seines Akkus zu retten sollte darüber informiert sein!

12. Drosselung des Akkus:

Mit iOS 11 hatte Apple zum Schutz schwächerer Akkus vorwiegend von älteren Modellen die Leistung gedrosselt. Beim Ausführen von Apps die eine hohe Leistung erfordern kann der Akku mit zu hohen Spannungsspitzen konfrontiert werden, sodass sich das Gerät einfach abschaltet. Viele Gerüchte um eine Strategie wurden laut, die User zum Kauf neuer iOS Modelle bewegen sollte.

Spätestens mit iOS 11.3 ist die Deaktivierung der Drosselung via Systemeinstellungen – „Battiere“ möglich. Allerdings lässt sie sich nicht dauerhaft deaktivieren!

Apple verweist auf einen möglichen Akkutausch der bis Ende des Jahres stark reduziert um EUR 29.- ist.. Die Optik hängt trotzdem schief…

iOS Probleme: Offene Fragen bleiben teils ungeklärt

Wie schon eingangs erwähnt schaffen es auch die anderen Big Player (Samsung, Google Android, Microsoft & Co) die Kunden mit fragwürdigen Updates zu verblüffen.

Da ich selbst seit Jahren iPhones benutze und wegen der guten Funktionalität und Sicherheit nicht darauf verzichten will, stehe ich desöfteren vor einer Gratwanderung zwischen Enthusiasmus und dem Gefühl mit offenen Fragen zurückgelassen zu werden.

Schlussendlich sind die meisten Updates gut, nützlich und auch aus sicherheitstechnischer Sicht unbedingt notwendig!

2018-09-17T14:12:21+00:0007.08.2018|Fun Post|

Über den Autor:

Philipp Schild
Philipp Schild ist begeisterter Rennrad-Fahrer und seit 2013 bei GEKKO. Als Sales-Mitarbeiter erstellt er individuelle Angebote, die typischer Weise aktuelle Hardware, passende Softwarelizenzen und Dienstleistungen unserer IT-Techniker umfassen. In diesem Video erzählt er von den abwechslungsreichen Tagen bei GEKKO und was ihm daran am besten gefällt.

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